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Von iTunes, Ping & Sozialen Netz(werk)en.

Am 1. September (gestern) stellte Steve Jobs auf der Bühne in San Francisco nicht nur die neuen Modelle von iPod shuffle, iPod nano und iPod touch vor, sondern neben einem neuen und aus vielen Gründen zukunftsfähigeren Apple TV auch ein neues iTunes mit dem neuen Service: “Ping“.

Neues iTunes Logo

Die Version 10 von iTunes enthält einige Neuerungen, manche sind dominanter als andere. So zum Beispiel ist das icon-set erneuert, sodass nun mp3, mp4, m4v etc. Dateien auf dem Mac und auf Windows ein anderes Aussehen haben (insofern iTunes das Standardprogramm für sie ist). Die Programmikone ist die CD los geworden, teils auch deshalb, weil inzwischen weniger Musik auf CDs verkauft wird als legal geladen wird. Doch nun zur wirklichen Neuerung: Ping.

Ping ist perfekt in iTunes und die iOS-Geräte (iPod, iPhone etc.) integriert. Es ist für den marktstrategisch denkenden eindeutig dafür geschaffen die Verkäufe auf iTunes stark anzukurbeln und auf den ersten Blick hat es dazu auch das Potential. Hier meine Gedanken zu Ping in kurzen Sätzen:

  • Schon wieder ein neues Soziales Netzwerk? Wozu? Mal Probieren.
  • Ping ist sehr gut integriert und angenehm zu bedienen, es ist nicht zu dominant und der Datenschutz wurde in der Grundstruktur beachtet.
  • Niemand muss Ping nutzen um iTunes nutzen zu können, genauso wie es bei Genius ist. Sehr gut!
  • Wenn ich mich einmal zwei Monate nicht um meinen Ping Account kümmere stört es nicht. Sehr angenehm, viel besser als bei Twitter und Facebook, wo einem dann die Follower oder “Freunde” kündigen.

Alles in Allem halte ich Ping für einen angenehm dezenten Ansatz die Verkaufszahlen im iTunes Store zu pushen, der den Kunden/Werbetreibenden (ein und das selbe heut zu Tage) eine Plattform bietet neue Musik zu entdecken.

Posted in Software.

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Liebe Co-Autoren hier auf seegezwitscher.de

Ich freue mich sehr über eure Bereitschaft diesen Blog mit mir mit zu tragen. Als Autor eines 1-Mann Blogs (wenzelsopinion.de) würde ich keinen zweiten Blog ohne Werbeeinnahmen allein betreiben wollen. Möchtet ihr mal wieder über eines der vielen Interessanten Themen bloggen, hier?

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Von Google StreetView und Unternehmen vs. Kommunen

Google Inc. ist ein Gewinnorientiertes Unternehmen, welches sich während seinen finanziellen Gradwanderungen in den 90er Jahren darauf spezialisiert hat neue, unbeschrittene Wege zur Gewinnerzeugung zu begehen. So werden dort Ideen realisiert, auch dann oder gerade wenn man keine gesicherte Finanzierung vorhersehen kann. Sind diese neuen Dienstleistungen erfolgreich (wie Google-Mail, -Maps, -Documents oder -Calendar), so werden sie “kommerzialisiert”, indem Wege zur Schaltung von Werbung gefunden werden. In Google-Mail finden wir beispielsweise die Werbung über den Mails in der Übersicht und neben einer Konversation in der Seitenleiste rechts. In Google-Maps über und unter den Suchresultaten.

Derzeit erweitert Google sein Kartenangebot auf eine 3D Ansicht, genannt Google Street View. Die Idee war im Grunde revolutionär, und ist inzwischen auch in den Bing.com karten angekommen. So kann man sich nun bereits vor dem antreten einer Reise oder eines Urlaubs eine Orientierung verschaffen. Doch als Google vor  wenigen Jahren begann diese Dienstleistung auf Deutschland auszuweiten, begannen die Proteste der Datenschützer. Es sei nicht legitim massenweise Fotos von Straßenzügen aus einer 2-3 Meter hohen Perspektive ins Netz zu stellen, schon gar nicht für kommerzielle Zwecke.
Während die Argumente vorerst vernünftig klangen hat sich bis heute ein Google Street View bashing in den Medien eingebürgert, welches jeder Sachlichkeit entbehrt. Es wird u. a. behauptet man können so Einbrüche und Überfälle besser planen, es würden die Privatsphäre und der Schutz der Persönlichkeit mit Füßen getreten. Dazu möchte ich hier einmal einige Selbstverständlichkeiten veröffentlichen.

  1. Zur Planung eines Einbruches oder Überfalls konnte man schon immer die betroffenen Orte aufsuchen, ansehen und ggf. sogar vorbereiten. Google Street View bietet hierfür keinen vernünftigen Ersatz, da es nicht tagesaktuell ist.
  2. Meine Privatsphäre findet nicht auf Gehwegen oder in Autos statt. Ihre?
    Wenn ich mich dazu entschließe in die Öffentlichkeit, also außerhalb meines Hauses bzw. Grundstücks zu gehen, habe ich damit zu rechnen gesehen zu werden. Dies gild übrigens auf für einen gut einsehbaren Garten. Dazu kommt, dass Google so weit wie dies technisch machbar ist, Gesichter verfremdet; also unkenntlich macht. Die Ausnahmen auf denen unsere Qualitätspresse herumreitet, sind zu selten um eine große Rolle zu spielen. Persönlichkeitsrechte können auf Fotos nur verletzt werden, wenn die Person erkennbar ist. Für Änderungen bitte an die Foto-Gesetzgebung wenden…

Zum Schluss möchte ich jedoch auch ein Wort für die Kommunen und Datenschützer einlegen, die sich dazu entschlossen haben gegen Google Street View vorzugehen. Da Google Inc. ein gewinnorientiertes Unternehmen ist, ist es legitim Gebühren für das Massenhafte kommerzielle Nutzen von Fotos der Straßenzüge zu verlangen. Hierzu muss jedoch eine Verordnung erlassen werden und nicht die Bildzeitung um Hilfe gebeten werden. Sollte es der Wunsch sein, dass Sie oder ihr gesamtes Grundstück nicht auf Street View zu sehen sind, können Sie dies übrigens durch ausfüllen eines online-Formulars bei Google zum Ausdruck bringen.

Posted in Politik, Webtechnologie.

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Microsoft. Die Blamage hausgemacht.

Wie in einer Sendung des ZDF vor kurzem bekannt wurde, verkaufen die deutschen TÜVs Zertifikate für deren Kriterien die geprüften konkrete Vorschläge machen können[1]. So könnte man ein TÜV Siegel erhalten indem man Selbstverständlichkeiten prüfen lässt.

Microsoft hat es nun noch etwas dreister getrieben: Sie haben sich selbst geprüft. Die Ergebnisse dieser Prüfung suggerieren die volle Unterstützung der Webstandards (HTML5, CSS3 und Anderes), was knapp gefasst einfach eine Lüge ist. Wie zu erwarten ist von einem selbstgebastelten Test, schnitten die objektiv betrachtet besten Browser (die der Konkurrenz) am schlechtesten ab:

Klick um zu vergrößern.

Dieses Gebaren von Microsoft hat leider bei manchen zu gutgläubigen Bloggern zur falschen Annahme geführt, Microsoft sei nun voll Webstandards kompatibel. Da dies die Presse ist, die Microsoft erhoffte: Herzlichen Glückwunsch. Leider hilft auch dieser Versuch nicht dabei weiter die zurecht fallenden Nutzerzahlen zu stabilisieren.

Sie haben sich dazu entschieden einen sicheren, stabilen und zuverlässigen Browser zu nutzen?

Für keinen der Links erhalten wir Geld, wir sind in keiner Partnerschaft mit den o.g. Browser-Herstellern. Weitere Informationen: hier.

[1]) Milliardengeschäfte mit TÜV Siegeln

Posted in Webtechnologie.

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Eine Geschichte von Unwissenden, Desinteressierten und Wertschätzung.

In diesem Beitrag möchte ich mit euch einmal etwas persönlicheres teilen, etwas, das wahrscheinlich viele von euch bereits erlebt haben. Es geht um Wertschätzung.

Ich bin ein Querdenker, ich nutze die neuen Medien wie Blogs (1,2), Youtube und Twitter um meine Gedanken mit der Welt und denen zu teilen, die sich dafür interessieren. Dies führt dazu, dass ich den größten Teil meines “öffentlichen Privatlebens” vor meinem Mac verbringe und neue Informationen und Inhalte ansammle, auswerte und bewerte. Im Grunde betrachte ich meine Arbeit als Hintergrundrecherche von Themen, die in den Massenmedien keine Resonanz finden.

Von Zeit zu Zeit mache ich eine neue Entdeckung oder im Gespräch mit anderen selbstständig denkenden und teils auch weniger selbstständig denkenden kristallisiert sich ein neuer Gedanke, eine neue Idee oder eine neue bisher unscharfe Verbindung von Fakten heraus. Diese versuche ich dann im Laufe der darauf folgenden Tage, Wochen oder Monate (manchmal Jahre) zu formulieren.
Sind diese neuen Ideen mir selbst klar beginne ich sie in Zusammenhang mit anderen, weiter verbreiteten, bekannten und akzeptierten “Wahrheiten” zu bringen. Damit versuche ich meine Gedankenkonstrukte für im Gegensatz zu mir normal erscheinende Menschen greifbarer zu gestalten. Diese nun etwas griffigeren Verknüpfungen formuliere ich, meist in immer noch kompliziert wirkenden Strukturen, zu einem Text auf einem Blog.

Heute morgen saß ich im Wohnzimmer als mir mein Akku im Notebook ausging, Anstatt stumm mein Notebook zuzuklappen und ein Netzteil zu finden kommentierte ich die Situation während einige andere Menschen in Hörweite waren. Ich war gerade wieder einmal mitten im Fluss meiner Arbeit und wurde von der allgemeinen Reaktion eiskalt erwischt. Mit einem durch die Münder nachhallenden Satz “Endlich, dann kannst Du ja mal etwas nützlicheres machen als nur blöd vor deiner Kiste zu sitzen” wurde mir auf schmerzliche Art bewusst, dass die Arbeit die seit Jahrtausenden von einer Randgruppe erledigt wird und die Menschheit am weitesten gebracht hat, bis heute die geringste Wertschätzung findet.

Posted in Erfahrung.

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Schlammschlacht, Apple und Adobe hämmern auf höchster Ebene

Ein Eintrag für Entwickler und Geeks. Keine Lesefreude für technisch nicht interessierte, außer Sie sind Psychologe… ;)

Seite einigen Tagen wurde der Schlagabtausch zwischen Apple und Adobe unangenehmer. Apples CEO Steve Jobs schrieb einen öffentlichen Brief (Übersetzung), in dem er in seinen eigenen, teils deutlichen Worten, gegen Flash argumentierte. Am nächsten Tag antwortete der CEO Adobes (Herstellter von Flash) in einem ca. 15-minütigen Interview im Wall-Street Journal. Zusammengefasst kann man sagen, dass Apple Adobe vorwirft unsicher, unzuverlässig, un-innovativ, verschlossen, und mit schlechter Hardware-Unterstützung zu sein. Adobe kontert man sei innovativ, werde von Apple davon abgehalten zuverlässig und mit Hardware-Beschleunigung zu arbeiten, außerdem sei Apple die verschlossene Firma, die alle Distributionswege zu ihren Produkten (hier iPod touch, iPhone und iPad) kontrolliere. Adobe sein ein offenes System. (Das waren jetzt 20+ Artikel die ich Ihnen erspart habe).

Als Außenstehender, jedoch betroffener, iPhone-User verfolge ich diese “Diskussion” (Kacke- nein. Schlamm-/schlacht) mit ausnahmsweise unnormal starkem Interesse. Ich verlange von den Herstellern von Soft- und Hardware die die freie Meinungsäußerung beeinflussen absolute Freiheit über meine Wahl des Produktes und der ggf. darauf bereitgestellten Inhalte. Das ist auch Kritik an Apples-Marketing Modell, aber zur orwellschen-Kontrolle habe ich hier schon geschrieben. Deshalb liebe Adobe-Fanboys: lest das hier und kommentier nur, wenn ihr es nicht überflogen habt.

Ende des Vorwortes, beginnen wir. Derzeit ist offensichtlich, dass viele der Flash-Seiten (wie beispielsweise Disney) mit einem iPhone einfach nicht “bedienbar” wären, angenommen das iPhone würde Flash unterstützen. Mit dem iPad sieht es hier ähnlich aus, denn mit dem Finger kann nur getippt werden, nicht wie mit einer Maus “geschwebt” werden. Der Nutzer würde ungewollte Klicks auslösen, also ungewollt  seinen 3G-Traffic erhöhen und hätte deshalb vielleicht eine höhere Rechnung, weil eine Technologie eingesetzt worden wäre, die nicht für diese Verwendung gemacht wurde.

Das iPhone und (nicht von mir) geschätze 65%-75% des Internets (davon ca. 50% Youtube) verwenden für Filme H.264, ein Codec der mit geringem Energieaufwand auf Hardware-Ebene ohne direkte CPU-Nutzung decodiert und dargestellt werden kann. Das spart Akku-Ladung und -Lebenszeit. Seiten wie Youtube und Vimeo haben deshalb auch bereits ihre Inhalte für die i…-Geräte (iPhone/iPod touch/iPad) verfügbar im Netz. Dieser Codec wir derzeit übrigens oft hinter einem Flash-Player versteckt und somit den i…-Nutzern ohne Grund vorenthalten.

Da das iPhone diese Technologie nutzt um Filme darzustellen, wäre der Flash-Player eine überflüssige Instanz. Er würde ohne Nutzen Energie verbrauchen, was auf mobilen Geräten auffällig und unangenehm ist. Hier stimme ich also mit Apple aufgrund der Faktenlage überein.

Nun wird Flash natürlich für mehr verwendet. Für Animationen, Werbung (auch wenn wir als Nutzer dem Gewackel oft keinerlei Zuneigung empfinden), Zum darstellen seltener Schriftarten etc. Gehen wir das doch einmal Schrittweise an:

Animationen/Werbung
Um bewegte und interaktive Inhalte darzustellen wird oft Flash genutzt. Es ist auch das, was manchmal auf den Webseiten die unangenehm störende Werbung zum Erklingen bringt. Animationen können, wie bei der Präsentation des kommenden iAd-Frameworks beeindruckend gezeigt (Minute: 49:55), ohne Flash auch sehr komplex sein. Durch die standardisierte Audio-Unterstützung auf Webseiten kann so eine Interaktive Werbung bzw. Animation problemlos Töne von sich geben.Entsteht der Eindruck ich stellte mich auf die Seite Apples?

Ich bin nicht für Apple, sondern für fortschrittliche Technologien. Um einen letzten Aspekt in diesen Beitrag zu bringen möchte ich hier knapp auf die “Accessability” eingehen, also auf die Zugänglichkeit der Inhalte ganz generell. Durch das Nutzen von Flash verhindere ich, dass Sehbehinderte Menschen meine Inhalte nutzen können. Ein Screenreader liest den Inhalt von Flash nicht vor. Damit sind wir auch beim Darstellen seltener Schriftarten. manchmal soll ein Text auf einer Webseite in einer bestimmten Schriftart dargestellt werden. Da ein Browser nur das darstellen kann, was der Computer an Schriften installiert hat, wird hier teils auf Flash zurückgegriffen. Dabei wird der Text ersetzt und kann vom Screenreader nicht mehr gelesen werden.

Selbstverständlich gibt es auch hierfür Lösungen, standardisierte mit HTML5 und CSS3 und andere für Browser wie den Internet Explorer. Zusammengefasst kann man an dieser Stelle abschließend sagen:
Flash auf dem iPhone/iPad/iPod-touch wäre entweder überflüssig oder störend, je nach Situation. Keinesfalls jedoch nötig. Adobes Standpunkt kann man natürlich verstehen, geht Adobe doch ein gigantischer Markt hops. Adobes Ziel ist es den Produzenten von Inhalten den einfachsten Weg zur Distribution zu bieten. Dies ist dann gewährleistet, wenn nicht für jedes Gerät eine Extrawurst gebraten werden muss, was an sich ein sehr positives Ziel ist. Es verhindert jedoch die optimale Nutzung der auf den vielen unterschiedlichen Geräten vorhandenen Leistung und Möglichkeiten. Hier müssen die Möglichkeiten immer auf den Funktionsumfang beschränkt werden, den alle Geräte unterstützen. Also wirft man die Innovation zum Fenster heraus und erfindet das Rad neu.

Posted in Mobiltechnologie, Webtechnologie.

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Energie: es grünt. Ach ne. Doch nicht.

Der Artikel “Ökostrom verdrängt Atomenergie in Rekordzeit” auf Spiegel Online und ein Interview mit dem ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton auf Digg.com/dialogg inspirierten mich zu diesem Eintrag.

Die großen Energiekonzerne der Industrienationen haben in auffällig naher Zusammenarbeit mit der Politik erfolgreich gegen den mir gegenwärtig bekannten Willen des Volkes die Laufzeitverlängerungs-Regelungen von Atomkraftwerken anpassen können. Dies auch mit Hilfe des Arguments, dass wir ohne Atomstrom nicht genügend Energie hätten. Es würde mich nicht wundern, könnte man die AKW Betreiber mit der allgemeinen und falschen Auffassung es gäbe ein Versorgungsengpass in der Energiebranche in Verbindung bringen, denn in Wahrheit haben wir ein Netzproblem. Es mangelt an Verteilungsmöglichkeiten. Es ist aber verständlich: Ein Atomkraftwerk zu bauen ist ein kostspieliges Unterfangen, da lässt man es dann gerne so lange wie möglich am Netz. Außerdem: wohin mit dem Recycelten Atommüll? Ganz zu schweigen von den Betriebs-, Sicherheits- und Folgekosten eines solchen Generators. Hierzu möchte ich auf einen Artikel hinweisen, den ich am 24. Oktober 2009 in Zusammenarbeit mit einem Dipl. Physiker meines Vertrauens veröffentlichte: “Atomkraft, die CO2 Schleuder als Bedrohung der nationalen Sicherheit und Gefahr für die Zukunft der Menschheit“.

Doch es scheint sich etwas zu tun in der allgegenwärtigen Energiebranche. Nach dem o.g. Artikel auf Spiegel Online werden die Atommeiler ihren Strom teilweise nicht mehr los. Dies begründet sich darauf, dass in den deutschen Netzen der Ökostrom Vorfahrt hat. Umso mehr Ökostrom produziert wird, desto weniger Strom wird den Atomkraftwerken abgenommen. Doch hier wird es interessant.

Wird einem AKW eine Laufzeitverlängerung um ein Jahr gewährt, so bedeutet dies nicht direkt, dass dieses nur ein Jahr länger läuft. Eine solche Laufzeitverlängerung bedeutet nur, dass der Meiler 8000 Vollast-Stunden länger laufen darf. So könnten aus einer Laufzeitverlängerung von 12 Jahren laut dem Institute for Sustainable Solutions and Innovations (ISUSI) faktisch 15 Jahre werden. Berücksichtigt man den sinkenden Bedarf an Atomstrom würden 20 Jahre zu 28 und 28 heute genehmigte zu 46 Jahren. Das hieße defacto, dass das letzte AKW 2067 erst vom Netz ginge. Hier hat uns unsere Bundesregierung ganz schön etwas eingebrockt. Deshalb müssen wir uns zukünftig noch stärker dafür einsetzen, dass der Wille des Volkes Beachtung findet, bei denen die uns eigentlich repräsentieren sollten.

Doch wie kommt es zu solch irrsinnigen Regelungen? Die Bundesregierung lag mit ihren Prognosen sehr “konservativ” (Spiegel Online s.o.) und unterschätzte die Kapazität der Erneuerbaren Energien in den kommenden Jahren. So ging sie Beispielsweise von 59,7 Gigawatt aus Windkraft im Jahr 2030 aus, wogegen die Prognose des Bundesverbandes für Windenergie BWE bereits 2020 mit dieser Leistung rechnet (Stand 23.4.2010).

Folgeschäden. Diese und andere Fehleinschätzungen führten am 25. Dezember 2009 zu einer bis dato nie da gewesenen Kuriosität, als der Strompreis an der Strombörse in Leipzig durch eine Überproduktion an den Windkraftanlagen auf Minus 230€ sank. Stromkäufer verdienten hierdurch gut 14 Mio. Euro. Seit dem häufen sich solche Fälle und der Strompreis sank zwischen September und Anfang März an 29 Tagen in den negativen Bereich. “Schuld daran ist die unkoordinierte Energiepolitik der Regierung.” (Spiegel Online s.o.) Und mit den folgenden Zeilen kommt Spiegel Online zum gleichen Schluss wie Bill Clinton im Interview: Die Stromnetze sind heute nicht ausreichend Leistungsfähig und nicht intelligent genug geschaltet um uns zu erlauben das Potential der Erneuerbaren Energien auszuschöpfen.

Posted in (peinliche) Fehler in der Politik, Politik.

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Auch Arschlöcher haben Rechte

So lautet ein Kommentar eines Artikels bei Spreeblick über Datenschutz, der auch für Nazis gelten muss.

Leider ging während des ganzen Trubels um Wikileaks nach der Veröffentlichung von Collateral Murderer die baldige Freigabe von insgesamt 37.000 e-Mails der NPD etwas unter. Natürlich ist aber die Frage berechtigt, welche der beiden Ereignisse wichtiger waren. Aus regionaler Perspektive natürlich die E-Mails der NPD, deshalb werden wir auch darüber schreiben.

Also kommen wir zum Thema:

Kurz vor Ostern kündigte Wikileaks-Sprecher Daniel Schmitt im Küchenradio die Veröffentlichung von tausenden e-Mails der NPD an. Zum einen findet sich dort sicher die ein oder andere Interessante Randnotiz, es werden viele Nachrichten über rechte Grillfeste, 1. Mai Ausflüge und Aufrufe zu diversen “Gedenkveranstaltungen” zu Ehren Rudolf Hess’ zu finden sein. So weit so gut. Doch was ist daran bitteschön neu? Ist Wikileaks berechtigt, die Privatsphäre, die selbstverständlich auch jedem Nazi durch das Grundgesetz zusteht, der Mitglieder der NPD massiv einzuschränken, um die Öffentlichkeit über wahrscheinlich banale Mitteilungen unter rechtem Gesindel aufzuklären?

Nur weil Wikileaks an die Daten herankam sehe ich noch lange keine Notwendigkeit einer Veröffentlichung. Hier wiegt meiner Meinung nach die Privatsphäre der Parteimitglieder der NPD mehr als das öffentliche Interesse an den e-Mails.

Auf den Punkt gebracht hat das Simon Columbus bei Spreeblick:

Es darf also keine Selbstjustiz geben, bei der die private Kommunikation von Rechtsextremen an die Öffentlichkeit gezerrt wird. So wichtig der Kampf gegen den Rechtsextremismus ist, er muss mit demokratischen Mitteln geführt werden. Deshalb muss es Datenschutz auch für Nazis geben.

Posted in Politik.

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Hann E Lore Müller – Die Kunst des falschen Namens

Einen wunderschönen guten 1. April werte Leser dieses Blogs.
Ganz kurz vorneweg: Zum Thema Aprilscherze übernehme ich in Teilen das “Vorläufige Aprilscherz-Manifest” der linkshirnextremisten.
Dort steht geschrieben:

  1. Aprilscherze sind nicht lustig
  2. Aprilscherze sind daher verboten
  3. Wer trotzdem welche macht, wird theoretisch erschossen

Jetzt aber zum eigentlichen Thema.


Wer kennt es nicht, eines der Phänomene des 21. Jahrhunderts – der “Falsche Name” in Sozialen Netzwerken.

Meine erste Erfahrung mit diesem Thema liegt knapp zwei Jahre zurück, damals gab es mich noch im sagenumwobenen Schülervz. Aus einer Laune heraus änderte ich meinen Namen, eine Abends hatte ich dem Netzwerk einen weiteren Barack Obama geschenkt, als Gegenleistung wurde ich am nächsten Tag sang und klanglos gelöscht. Ein kurzes Vergnügen. Am selben Tag habe ich dann bei facebook angeheuert, Level 2 der “social network user” also erreicht! Na prima.
Doch auch dort treibe ich mich seit kurzem mit neuem Namen herum und das wird sich auch nicht so schnell ändern.

Doch woran liegt es, dass sich viele Nutzer der sogenannten “sozialen Netzwerke” einen Zweitnamen zulegen, ihren Namen durch unübliche Zeichensetzung unkenntlich nur schwer entzifferbar machen (z.B. “Lu Gas” für Lukas) oder sich gleich einen neuen Namen zulegen?

Haben etwa alle Namenstäuscher Angst vor der Spürnase des zukünftigen Arbeitgebers?
Ist es schlicht die Freude an der (scheinbaren) Anonymität, die zur Verschleierung beiträgt?
Haben Namenstäuscher in Wirklichkeit so unmögliche Freunde, dass sie besser unentdeckt bleiben möchten?

Weder noch; so jedenfalls meine Meinung:
Vor meinem zukünftigen Arbeitgeber habe ich keine Angst, er darf gerne mein Profil sehen – außer einem Foto entdeckt er dort nämlich nicht allzu viel.
Mir geht es viel mehr darum, dass ich Mark Zuckerberg und seinen Freunden von facebook.com nicht so recht über den Weg traue. Ich bin ihm dankbar für die Programmierung der Seite, dafür, dass ich mit so vielen Freunden von so vielen Kontinenten in Kontakt bleiben kann.
Aber die unglaublich große Datensammlung die sich Facebook über die Jahre hinweg mit über 400 Millionen weltweiten Nutzern zugelegt hat, und die Möglichkeiten die sich daraus erschließen sind vielfältig und laden geradezu zu Missbrauch ein. Eine einfache Suche meines Namens gibt schon den Blick auf mein Profil frei, bei vielen Nutzern sogar auf einige “private” Einträge und Fotos. Facebook gibt sich nicht allzu große Mühe mit der Datensicherheit – Beispiel dafür ist zum Beispiel die neueste Datenpanne – und auch die Einstellungen die der Benutzer bei der Privatsphäre vornehmen kann sind auf den ersten Blick nicht gerade einfach.
Auch Mark Zuckerbergs eigene Meinung zum Thema Privatsphäre teile ich nicht. So ist auf Wikipedia zu lesen:

Anfang des Jahres 2010 erklärte Zuckerberg in einem Interview mit Mike Arrington von TechCrunch, dass er „Privatsphäre“ nicht mehr zeitgemäß findet. Er begründete seine Ansicht damit, dass die Privatsphäre inzwischen ein überholtes Konzept ist, da mehr und mehr Nutzer immer mehr von sich persönlich im Internet preisgeben.

Dies alles hat dazu beigetragen und trägt auch weiterhin dazu bei, dass zumindest ich mich auf facebook und co. in Teilen inkognito bewege und präsentiere, frei nach dem Motto: Wer mich kennt, weiß wer ich bin, erkennt mich an meinem Foto, und kann über den veränderten Namen hinwegsehen.

Eure Meinung dazu?

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Ravensburg hat gewählt – Ein Kommentar

Ravensburg hat gewählt. Seit wenigen Stunden steht nun fest, neuer Oberbürgermeister ist ab dem 1. Juni 2010 der noch Bürgermeister von Sigmaringen Dr. Daniel Rapp.

Rapp konnte mit 51,8% insgesamt 9.252 Stimmen auf sich vereinigen, Oswald Metzger kam mit 46,9% auf 8.397 Stimmen. So jedenfalls das vorläufige amtliche Endergebnis von 19:17 Uhr. Wenn man bedenkt, dass insgesamt rund 36.000 Ravensburger aufgerufen waren den nächsten Oberbürgermeister zu wählen, sind 9.252 Stimmen gerade einmal ein Viertel aller möglichen Stimmen. So betrachtet also ein alles andere als zufriedenstellendes Ergebnis für Daniel Rapp.

Der Abstand zwischen Metzger und Rapp beträgt gerade einmal 873 Stimmen, ein wahrlich knappes Ergebnis aber meiner Meinung nach ein deutliches Signal für Daniel Rapp, dass es nicht gerade viele sind, die sich ihn als neuen Oberbürgermeister wünschen.

Auch ich, und dazu stehe ich, habe mir ein anderes Ergebnis gewünscht. Ich habe heute Vormittag zum zweiten Mal den Namen “Oswald Metzger” auf meinem Stimmzettel angekreuzt, weil ich der Meinung war (und immer noch bin), dass ein Oswald Metzger mit seiner Aufrichtigkeit, mit seinen – im Wahlkampf oft hervorgehobenen – “Ecken und Kanten”, mit seiner vielseitigen politischen Erfahrung und mit seiner Ehrlichkeit die richtige Wahl für Ravensburg war. Die richtige Wahl um alte konservative Strukturen und Verflechtungen in Ravensburg zu thematisieren und aufzubrechen und Konzepte für neue Ideen und Ansätze in der Ravensburger Politik zu entwerfen.
Daniel Rapp war mir unsympathisch seit ich ihn das erste Mal gesehen habe, bei der offiziellen Kandidatenvorstellung an der Eingangstüre der Oberschwabenhalle, als er bemüht war, mit einem Lächeln im Gesicht jedem Eintretenden die Hand zu schütteln. Auch im weiteren Verlauf des Wahlkampfes veränderte sich mein Bild von Daniel Rapp nicht, er war für mich nicht überzeugend und die Kommentare einiger Sigmaringer, froh zu sein, ihn loszuwerden festigten meine Entscheidung Daniel Rapp nicht zu wählen.
Einige persönliche Gespräche mit Oswald Metzger über seine Vergangenheit, seine Parteiwechsel und seine “Lobbytätigkeit”, sprich seine Mitgliedschaft in der INSM, und über konkrete konkrete Vorschläge für Ravensburg über die nächsten Jahre waren authentisch und haben mich überzeugt.

Eine Oberbürgermeisterwahl ist nun mal eine reine Personenwahl, der Charakter und das Auftreten der jeweiligen Kandidaten ist eben wesentlicher Entscheidungsfaktor.

Warum es am Ende für Metzger (mal wieder) nicht gereicht hat ist mühsam zu hinterfragen.
Lag es am späten Start in den Wahlkampf? Lag es am “guter-Schwiegersohn -Image” Rapps, an Metzgers Mitgliedschaft in der INSM, an seiner “Sprunghaftigkeit”, an der mehr oder weniger offenen Unterstützung Rapps durch die örtliche CDU um August Schuler oder lag es am Ende gar am schlechten Wetter des Wahltages? Wie gesagt es ist mühsig und bringt nichts. Wir leben glücklicherweise in einer Demokratie, Ravensburg hat gewählt und ich bin froh, dass der Wahlkampf inklusive “Twitter-Skandal”, welches übrigens nie ein Skandal war, allenfalls ein “Skandälchen” und übler Lagerbildung auf unterstem Niveau im Online-Forum der Schwäbischen Zeitung endlich ein Ende hat.

Was aber auch klar geworden ist mit diesem Ergebnis, Rapp hat keinen ernstzunehmenden Vertrauensvorschuss in der Ravensburger Bevölkerung, er wird sich anstrengen müssen das Vertrauen der Ravensburger zu gewinnen.
Doch auch die Wahlbeteiligung von knapp unter 50% ist ein Armutszeugnis, die schlecht-Wetter-Ausrede bügelt da auch nichts mehr aus. Aber das wiederum ist ein anderes Thema….

Weitere Meinungen gibt es hier:

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